Einleitung
Viele wiederkehrende Probleme in der Softwareentwicklung lassen sich durch den Einsatz bewährter Entwurfsmuster lösen. Der Einsatz solcher Entwurfsmuster beschleunigt die Entwicklung und verbessert dabei die Qualität der erstellten Software. Die Entwurfsmuster der GoF (Gang of Four - bestehend aus ERICH GAMMA, RICHARD HELM, RALPH JOHNSON und JOHN VLISSIDES) werden dabei für die objektorientierte Entwicklung definiert. Entsprechend werden auch die zentralen Entwurfsprinzipien des objektorientierten Entwurfs einer Anwendung berücksichtigt.
Dabei garantieren Entwurfsmuster keine hohe Umsetzungsqualität. Sie unterstützen den Entwickler, der die Konzepte und Ideen der objektorientierten Programmierung für den Einsatz mitbringen muss. Er kann nicht nur aus den Entwurfsmustern, sondern auch aus schlechten Lösungen lernen.
Häufig auftretende schlechte Umsetzungen bezeichnet man als Antipatterns. Während Entwurfsmuster die Lösung kleiner Teilaufgaben im Programm unterstützen, müssen diese Komponenten insgesamt die Gesamtanforderungen einer Anwendung zu einer Lösung führen. Dafür sind Entwurfsmuster im Rahmen einer Gesamtarchitektur einzusetzen, wobei es für die Wahl einer passenden Architektur auch Muster gibt.
Definition
Entwurfsmuster sind bewährte Muster oder Lösungen für Probleme, die immer wieder auf eine bestimmte Art auftreten. Sie beschreiben dabei anpassbare Lösungen für nicht triviale, wiederkehrende Probleme beim Entwurf und bei der Entwicklung von Software.